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Über Pomeranzenhäuser
In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurden erstmals Zitruspflanzen gemeinsam mit anderen mediterranen Pflanzen wie Oleander, Rosmarin, Lorbeer etc. über die Alpen nach Norden gebracht. Rasch entstanden an den Fürstenhöfen aber auch an Häusern wohlhabender Bürger Sammlungen dieser exotischen Pflanzen.
Voraussetzung für das Überleben und die erfolgreiche Kultur war eine frostfreie Überwinterung. Nach ersten Versuchen mit Strohmatten, Kultivierung in so genannten Pomeranzentruhen, Über- winterung in Kellergewölben und ähnlichen, den Bedürfnissen der Pflanzen wenig entsprechenden Methoden wurden die Zitrus im Garten ausgepflanzt.
Im Herbst errichteten die Gärtner eine einfache Fachwerkkonstruktion zum Schutz vor Frost und Schnee über den Pflanzen, die sie im Frühjahr wieder entfernten. Nun erweckten die ausgepflanzten "welschen Bäume" den Eindruck eines mediterranen Zitrusgartens.
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